Immer mehr Anime-Studios gehen bankrott

Anime Studios

In den vergangenen Monaten gab es immer mehr Meldungen über Anime-Studios, die aus finanziellen Gründen ihr Studio schließen mussten. Dabei ging es durchaus nicht immer um kleine Studios, auch Studios von international geliebten Animes wie „Gangsta“ mussten sich diesem Schicksal beugen.

Das Jahr 2017 war besonders extrem für die Anime-Industrie in Japan. Trotz einem weiteren Rekordjahr an Umsatz in der Anime-Industrie, sind kleinere Studios gezwungen zu schrumpfen oder bankrott zu gehen. 2017 gab es einen Rekord von acht Studios, die bankrott gegangen sind. Die meisten davon, waren Support-Studios genauso wie drop.

Poster zum beliebten Anime „Gangsta“

DAISUKI

Neben den Anime-Studios erschütterte auch die Schließung von Daisuki die Anime-Fans. 2013 wurde in Tokyo eine neue Streaming-Plattform vom Anime Consortium Japan eröffnet, welches für alle Benutzer weltweit kostenlos war. Neben englischem Sub gab es viele Titel auch mit deutschem Untertitel in japanischer Audi-Wiedergabe. Das Anime Consortium Japan eröffnete die Streaming Platform, um den illegalen Streaming-Plattformen den Kampf anzusagen.

Da viele Anime-Fans ihre Animes kostenlos im Internet genießen, verursacht dies natürlich große finanzielle Schäden an der Anime-Industrie, was dann mit miesen Arbeitsumständen und schlechter Bezahlung der Zeichner und Animatore in Japan kompensiert werden muss. Damit man diese Anime-Fans, die illegal im Internet ihre Animes schauen, abfängt, eröffnete man eben DAISUKi, eine kostenlose Streaming-Plattform, die für alle Fans weltweit aufrufbar war.

Doch scheinbar war es für die Anime-Fans unerträglich, 20-30 Sekunden Werbung vor einer Folge schauen zu müssen, weswegen sie dieses Angebot nur bedürftig wahrgenommen oder die Seite mit aktivem Ad-Blocker benutzt haben. Am Ende gingen die Kalkulationen leider nicht auf und die Einnahmen, die durch das kostenlose Angebot erzielt werden konnten, haben die Kosten für Selbiges nicht decken können.

Meinung: Armutszeugnis

Wenn man sich diese Sachlage durch den Kopf gehen lässt, merkt man schnell, wie verwöhnt Anime-Fans mit den illegalen Streaming-Seiten sind. Es stimmt, dass das Angebot für Animes mit deutschen Subs nicht gerade atemberaubend war, dennoch existierte es.

Hätte man die Plattform in Deutschland öfter benutzt, hätten die Betreiber auch sehen können, dass sich deutsche Subs für sie rentieren. Woraufhin sie wahrscheinlich das Angebot erweitert hätten. So ein System kann nur funktionieren, wenn die Nachfrage analysiert wird und die Akzeptanz ein bestimmtes Maß erreicht.

Dass sich Produktionsfirmen, Publisher etc. sich zusammentun und ein kostenloses Angebot für Anime-Fans weltweit auf die Beine stellen, war etwas, womit niemand gerechnet hat, aber anonyme „Experten“ im Internet immer anpriesen.

In verschiedenen Gruppen auf diversen sozialen Netzwerken liest man öfter eine Auseinandersetzung zwischen Anime-Fans, die sich Merch, DVDs und Blu-rays kaufen und Anime-Fans, denen das Angebot viel zu teuer ist. Dabei kommen Argumente auf, wie „Ich kann mir das nicht leisten“ oder ganz plump „Ist mir zu teuer“. Nun darf man sich die Frage stellen, warum man dann nicht das Angebot von DAISUKI genutzt hat, welches kostenlos und vor allem legal war. Damit hätten die Produktionsfirmen, die die Animes produzieren, Einnahmen auch von „Free-Usern“ erzielen können.

Wir sind der Meinung, dass man hier eine Chance verspielt hat, welche die Anime-Industrie in ferner Zukunft hätte komplett umkrempeln können. Wenn sie gesehen hätten, dass sich diese Art und Weise rentiert, hätten immer mehr Publisher und Produktionsfirmen diesen Weg eingeschlagen.

Da allerdings nun dieses Projekt gescheitert ist, wird so ein Angebot in naher Zukunft nicht mehr aufkommen, da man sich an das Scheitern von DAISUKI erinnern wird. Nun bleibt noch die Möglichkeit, das günstige Angebot von Anime-Streaming-Seiten zu nutzen. Die Preise reichen von 5- 12€ monatlich, wobei das teuerste Netflix ist, welches sein Anime-Repertoire stetig ausbaut.

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