EuGH Urteil – Vodafone muss illegale Streaming-Seite sperren!

Eine brandheißes Thema in der Anime-Community stellte vergangenes Jahr das EuGH Urteil dar. Der Europäische Gerichtshof hatte nämlich entschieden, dass das Streamen auf „eindeutig illegalen Seiten“ keine Grauzone mehr für den Nutzer ist.

Ist erkennbar, dass die Seite illegale Streams anbietet, wie es bei Seiten wie Kinox.to zum Beispiel der Fall ist, so ist das Streamen ebenfalls illegal, da der Nutzer sich im Klaren ist bzw. sein sollte, dass die Seite illegal ist.

Dass dieses Urteil ein großer Siegespunkt für die Filmindustrie ist, ist verständlich. So musst vergangenes Jahr auch die erste große Anime-Seite wegen diesem Urteil Konsequenzen ziehen. NyaaTorrents, die über die Domain nyaa.se bekannt war, ist seit Anfang Mai 2017 nicht mehr aufrufbar.

Zunächst war unklar, was der Grund für diese Nicht-Erreichbarkeit ist, allerdings hat sich HorribleSubs via Twitter gemeldet und aus einer reputablen Quelle berichtet, dass Nyaa bestätigt haben soll,  dass er NyaaTorrents vom Internet genommen hat, aufgrund des EuGH Urteils.

Nun zeigt das EuGH Urteil weitere Konsequenzen.  Aus mehreren Quellen geht hervor, dass Vodafonde nun den Zugang zu „kinox.to“ für seine Nutzer gesperrt habe. Möchten Vodafone-Nutzer nun die Seite besuchen, werden sie auf eine von Vodafone geleitete Webseite umgeleitet, die darauf hinweist, dass aufgrund eines urheberrechtlichen Anspruchs diese Seite nicht verfügbar ist.

Grund für diesen Schritt ist eine einstweilige Verfügung vom Firmverleiher Constantin Film, welches im Landgericht München gegen den Internetanbieter Vodafone erzielt wurde.

Nun stellen sich viele Fans zurecht die Frage, ob auch die Anime-Streaming-Seiten hiervon betroffen sein könnten. Und in der Tat ist es so, dass es möglich ist, dass dieses Urteil nun für mehrere Einstweilige Verfügungen sorgen könnte und auch illegale Anime-Streaming Seiten hiervon betroffen sein könnten.

Der Medienrechtsanwalt Christian Solmecke hat sich gegenüber CHIP zu diesem Fall geäußert und ist der Meinung, dass sich Sperren von illegalen Streaming-Seiten nun häufen könnten. Zum oben genannten EuGH-Urteil hat Christian Solmecke bereits vor einigen Monaten ein Video veröffentlicht, welches die aktuelle Rechtslage beleuchtet.

Quelle: CHIP

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