Ex-Mangaka und Politiker schlägt umstrittenen Plan zur Lösung des Lohnproblems der Anime-Industrie vor

Japan

Die Anime-Industrie ist seit Jahrzehnten eine Quelle für einige der größten Geschichten in der Popkultur, aber sie hat auch ihren Anteil an Kontroversen erlebt, wenn es um die Behandlung der Schöpfer geht, die diese Serien und Filme mitgestalten. Ein Manga-Zeichner, der sich entschlossen hat, seinen Stift beiseite zu legen und in die Welt der Politik einzutreten, versucht nun, einen neuen, umstrittenen Plan einzuführen, von dem er hofft, dass er den Machern in der Branche helfen wird, die das Gefühl haben, nicht so viel Geld zu verdienen, wie sie sollten.

Akamatsu, der an Anime-Franchises wie Love Hina, A.I. Love You und einer Reihe anderer Titel mitgewirkt hat, aber auch über die Liberaldemokratische Partei Japans in die Politik involviert ist und bei den diesjährigen Wahlen zum Abgeordnetenhaus des Landes kandidiert hat, äußerte kürzlich eine Idee, wie die Anime-Industrie besser versorgt werden kann:

„Heutzutage sind japanische Anime-Werke und Filme große Hits! Ich höre aber auch, dass die Umsätze aus verschiedenen Gründen nicht in die Produktion zurückfließen. Das führt zu einem Niedergang der Kultur! Wie wäre es, wenn man die Steuer für das Erfolgswerk bevorzugt behandeln und die Rückerstattung in der Industrie verwenden würde? Es ist nicht möglich, dass die Regierung von Anfang an Unterstützung gewährt. Wir werden das Werk unterstützen, wenn es erfolgreich wird.“

Atsuko Enomoto, eine Synchronsprecherin, hat letztes Jahr mit Akamatsu über die Probleme der Branche gesprochen. Enomoto sagte, die Branche sei in einem schlechten Zustand und müsse repariert werden.

„Die Honorare für Animationsarbeiten sind zu niedrig. Wir können die Preise anheben, aber die Realität ist, dass es Dumping gibt. Die meisten Unternehmen können die Preise nicht anheben. Nur diejenigen, die schon lange im Geschäft und selbstbewusst sind, können es sich leisten. Wir haben eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen gefordert, aber wir wissen, dass es kein Geld für die Produktion gibt, also sagen wir schon seit langem, dass es vielleicht keine Verbesserung geben wird, und wir haben uns gefragt, was wir tun sollen.“

Kritik an Lösung

Die Lösung von Akamatsu besteht scheinbar darin, der Animationsindustrie steuerliche Vorteile zu geben, damit genügend Geld vorhanden ist, um die Mitarbeiter vernünftig zu bezahlen. Doch das Ganze hat einen Harken: Er bezieht sich explizit auf die erfolgreichen Projekte!

Diese Idee wurde jedoch nicht von allen begrüßt. Viele Internetnutzer kritisierten die Aktion als „nicht sinnvoll“. Sie forderten Akamatsu auf, das Arbeitsrecht in Japan zu ändern. Der Kommentar eines Regisseurs und Dramatikers lautet übersetzt:

„Das kann nicht übersehen werden. Es ist genau das Gegenteil. Wenn man davon ausgeht, dass es kommerziell erfolgreich sein wird, ist der Bedarf an Unterstützung eher gering. Wir suchen nach Maßnahmen, die das Grundgesetz für die Förderung von Kultur und Kunst richtig verstehen. „Ich kann mir die Komposition nur so vorstellen wie der Präsident einer Content-Firma, der so etwas wie ein Propagandawerk der Liberaldemokratischen Partei macht und um eine Rückerstattung bittet. „Erstattungen zur Verbesserung der Behandlung“ ist so nicht zu erreichen. Eine Verbesserung der Behandlung von Arbeitnehmern kann nur durch das Arbeitsrecht erreicht werden.“

Die Anime-Industrie hat seit Jahren mit Lohnproblemen zu kämpfen. Glauben Sie, dass dieses Problem in Zukunft gelöst werden kann? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!