Pokemon Rot und Blau hatten fast 65.000 verschiedene Versionen statt nur zwei

Pokémon

Wenn es nach Game Freak gegangen wäre, hätte es 65.000 verschiedene Varianten der ursprünglichen Pokémon-Spiele gegeben. Diese Woche wurde ein neues Video über die ursprünglichen Pokémon-Spiele veröffentlicht, in dem einige obskure Interviews mit dem ursprünglichen Game Freak-Entwicklerteam zu sehen sind. Darin werden einige vergessene Fakten über die Pokémon-Franchise enthüllt.

Einer der interessantesten Abschnitte des Videos ist die Enthüllung, dass Game Freak ursprünglich 65.000 verschiedene Varianten der Pokémon-Spiele haben wollte. Diese Varianten würden sich alle jedoch nur geringfügig unterschieden. Z. B. in der Form der Wälder und darin, welche Pokémon im Spiel auftauchen würden. Das Konzept wurde schließlich nach einem Gespräch mit dem Nintendo-Präsidenten Shigeru Miyamoto fallen gelassen. Stattdessen schlug er vor, zwei verschiedene Versionen auf der Grundlage unterschiedlicher Farben zu entwickeln.

Die Informationen stammen aus dem Buch PokeDex aus dem Jahr 1996. Darin erklärt der Game Freak-Programmierer Takenori Oota, dass die Trainer-ID-Nummer eines Spielers ursprünglich dazu gedacht war, zu bestimmen, welche Pokémon in einem Spiel auftauchen: „Wir haben auch in Betracht gezogen, dass jedes Spiel beim ersten Start eine zufällige ID-Nummer generiert, die bestimmt, welche Pokémon im Spiel auftauchen„, so Oota.

Im Interview

In einem anderen Buch erläuterte der Schöpfer der Pokémon-Reihe, Satoshi Tajiri, die Pläne. „Da die IDs der Kassetten zufällig bestimmt werden, würden alle in diesen Spielen gefangenen Pokémon diese ID-Nummer tragen. Solange jemand nicht mit 65.000 verschiedenen Leuten tauscht, ist die Wahrscheinlichkeit, mit jemandem zu tauschen, der dieselbe ID hat, unwahrscheinlich„, so Tajiri.

Als man Miyamoto das Konzept erläuterte, wurde es jedoch schließlich überarbeitet. „Ich habe mit Miyamoto darüber gesprochen, wie wir den Spielern begreiflich machen können, dass jede Cartridge anders ist, wenn sie eine kaufen, und er sagte mir, dass das System zwar interessant klinge, aber ein bisschen schwer zu verstehen sei„, so Tajiri. „Er sagte, wenn die Spieler es nicht erkennen können, dann wird es nicht funktionieren und es wäre besser, wenn die Spiele eine andere Farbe oder ein anderes Aussehen hätten.“

Die Trainer-IDs blieben in den Pokémon-Spielen erhalten und wurden schließlich in der Formel verwendet, mit der die Spiele bestimmen, ob ein Pokémon Shiny ist oder nicht. Scheinbar wollte man die Trainer-ID-Idee nicht komplett verwerfen.

Hier seht ihr das YouTube Video: