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Drei Jahre Gefängnis – Admin von Anime-Piraterie-Seite verurteilt

Piraterie

Die Beliebtheit von Animes in Deutschland wächst immer weiter, allerdings gibt es nicht jeden Anime überall kostenlos zu sehen. Selbst auf legalen, kostenpflichtigen Streaming-Diensten ist die Bibliothek an Animes noch lange nicht vollständig. Deshalb greifen viele Anime-Fan schnell mal auf illegale Drittanbieter zu, die diverse Animes und ähnliches kostenlos zum Streaming oder Download anbieten.

Einer dieser Piraterie-Seiten ist die aus Japan stammende Plattform „Mangamura“, dessen angeblicher Betreiber Romi Hoshino bereits vor zwei Jahren in Haft genommen wurde. Vor Gericht wurde der 29-Jährige Hoshino – auch bekannt als Zakay Romi – jetzt für schuldig erklärt.

Urteil

Das Bezirksgericht der japanischen Stadt Fukuoka befand Romi Hoshino der Urheberrechtsverletzung für schuldig. Er gilt – wie oben erwähnt – als mutmaßlicher Betreiber der Seite „Mangamura“, die der Manga-Industrie Verluste von über 300 Milliarden Yen verursacht haben soll.

Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von ¥10 Millionen, was umgerechnet ca. 75 Tausend Euro sind. Hoshino wurde außerdem zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Der vorsitzende Richter Hiroshi Kambara ordnete außerdem die Beschlagnahmung von etwa 62 Millionen Yen an kriminellen Erträgen an, die Hoshino auf Bankkonten in Übersee versteckt hatte.

Ein Vertreter des Manga-Publishers Shueisha erklärte in einer Pressekonferenz nach dem Urteil, dass man die Strafe als angemessen erachtet. Er hofft nun auf mehr Verständnis und Einsicht, da Piraterie-Seiten wie „Mangamura“ den Künstlern und Autoren, deren Werke dort illegal gezeigt werden, Schaden zufügen. So heißt es konkret: „Wenn die Werke derjenigen, die alles gegeben haben, um sie zu schaffen, kostenlos verteilt werden, schadet das der Grundlage für die Erschaffung interessanter Werke“.

Hoshino wurde auf den Philippinen inhaftiert, nachdem er auf einer internationalen Fahndungsliste stand, und wurde im September 2019 nach Japan abgeschoben. Er war im Mai des vergangenen Jahres auf die Philippinen eingereist. Die „Mangamura“-Website wurde im April 2018 – einen Monat vor seiner Ausreise auf die Philippinen – abgeschaltet.

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Quelle: Nikkei.com