Unfaires Deck – Pokemon-Spieler sorgt während Turnier für Regeländerung

Pokemon-Sammelkarten

Als eine der kultigsten Marken der Popkultur hat Pokémon mit den Spielen, der Fernsehserie und den physischen Produkten ein riesiges Multimedia-Imperium aufgebaut. Unter den zahlreichen Pokémon-Produkten hat sich das Pokémon-Sammelkartenspiel zu einer der beliebtesten Facetten des Franchise entwickelt. Klassische Pokémon-Karten aus den Anfängen des Spiels erzielen oft Hunderte oder sogar Tausende von Euro bei Auktionen.

Die Popularität des Kartenspiels hat auch zu einer florierenden Wettbewerbsszene geführt. An diesem Wochenende sind einige der besten Pokémonkarten-Spieler der Region zur „North American International Championship“ angereist. Wer das Turnier gewinnt, kann sich offiziell als bester Pokemon-Trainer Nordamerikas bezeichnen.

Zusätzlich erkämpfen sich die Teilnehmer dort wertvolle Championship Points. Wer weit kommen will, muss dabei genau auf sein Deck achten. Die besten Spieler erscheinen beiden diesen Turnieren mit wettbewerbsfähigen Decks, die sich der aktuellen Meta anpassen. Ein Spieler entschied sich jedoch, mit einem Deck voller Pokémon-Karten in Jumbo-Größe anzutreten.

Regeländerung wegen XXL Deck

Prinzipiell ist es den Spieler erlaubt, sein Deck zu zusammenzustellen, wie man möchte, Aber kann ein Deck so gut sein, dass es unfair wird? Ein Spieler hat mit seiner Karten-Entscheidung dafür gesorgt, dass es eine Regeländerung gab. Der Spieler Verive postete ein Foto seines Decks auf Twitter, zusammen mit der vollständigen Deckliste. Weit ist er damit allerdings nicht gekommen. Nach nur einer Runde war Schluss.

Nach einem langen „Deck-Check“ mit den Richtern der Veranstaltung erhielt Verive eine Disqualifikation. Grund dafür: Er hat Jumbo-Karten verwendet. Ein unfairer Vorteil für ihn, da einige Karten größer sind als andere. Das könnte als illegale Markierung ausgelegt werden, da er die Karten im verdeckten Zustand voneinander unterscheiden könnte. So etwas scheint bis heute noch niemand versucht zu haben. Denn noch an Ort und Stelle wurde die Regel aufgestellt, die Jumbo-Karten verbietet.

Die große Kartensammlung amüsierte viele Fans. Doch Kenner des Spiels wiesen schnell darauf hin, dass das Deck im Wettkampf nur schwer zu spielen gewesen wäre. Dem Deck fehlten jegliche Energiekarten, sodass Verive die Attacken seiner Pokémon nicht hätte einsetzen können. Die Juroren meinten auch die Ungleichheiten der Kartenschnitten könnten als „auffällig“ bezeichnet werden.

Hier seht ihr den Tweet