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Netflix, Kodansha und Co. – Globale Koalition gegen Anime-Piraterie geplant

Piraterie

Gerade im Manga- und Anime-Bereich ist Piraterie etwas, was der Industrie schwer zu schaffen macht. Dagegen soll nun härter vorgegangen werden. Im April dieses Jahres wird eine globale Anti-Piraterie-Koalition unter der Leitung der in Japan ansässigen Content Overseas Distribution Association (CODA) an den Start gehen.

Die Organisation wird aus 32 Mitgliedern bestehen, darunter japanische Verlage wie Kodansha, der Streaming-Gigant Netflix sowie die Motion Picture Association (MPAA), die Copyright Society of China und die Korea Copyright Protection Agency. Es wird erwartet, dass auch Organisationen aus Südkorea, Vietnam und anderen Ländern der südostasiatischen Region beitreten werden.

Organisation

CODA-Direktor Masaharu Ina sprach mit TorrentFreak und erklärte, dass der Start für April geplant sei. Ziel sei es, Piraten ausfindig zu machen, egal wo sie sich befinden, und den lokalen Behörden so bei ihren Ermittlungen zu helfen.

Laut demselben Bericht von Nikkei Asia kostete die Piraterie allein die Manga-Industrie in Japan im Zeitraum Januar bis Oktober rund 800 Milliarden Yen. Das ist mehr als der gesamte Markt für autorisierte Veröffentlichungen, der auf 600 Milliarden Yen pro Jahr geschätzt wird! Auf dem amerikanischen Markt ist der Schaden mit mehr als 1 Billion Yen pro Jahr noch größer.

Japan hat im Jahr 2020 mit der Umsetzung strengerer Urheberrechtsgesetze begonnen. In den letzten Jahren wurden einige mitunter große Raubkopie-Websites abgeschaltet. Zu den bemerkenswerten Beispielen gehören die Websites KissAnime und KissManga, die beide englische Übersetzungen von raubkopierten Inhalten anboten und 2020 geschlossen wurden.

Letztes Jahr wurde der Betreiber von Mangamura zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem die japanische Website 2018 abgeschaltet worden war. Mit der Anti-Piraterie-Koalition soll das ganze nun noch besser überwacht werden.

Quelle: TorrentFreak